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WS 2020/21 I BACHELOR I MODUL 5.1

Modul 5.1 Entwurf 5 Vertiefung UD "Junge Räume - München Westkreuz 2050"

67_Kretschmnann_JungeRaeume_Muenchen_Westkreuz  

In Zukunft wird Bevölkerungsanzahl der Stadt München weiterhin stark wachsen und der Anteil der jungen Bevölkerung nimmt in vielen Teilen der Stadt stark zu, so auch im Münchener Westen durch das neue Stadtentwicklungsgebiet Freiham. Gleichzeitig sind Transformation und Verdichtung von bestehenden Stadtstrukturen Herausforderungen der Stadt der Zukunft - insbesondere an zentralen Orten mit guter ÖPNV-Erschliessung. München Westkreuz wird so ein Ort werden. Das Stadtgebiet um den S-Bahnhof Westkreuz, welches in den Stadtteilen Aubing-Lochhausen-Langwied und Pasing-Obermenzing liegt, wird sich in Zukunft von einem aktuell gefühlt vorstädtischen Randquartier zu einem städtischen Knoten entwickeln.
Im Entwurf 4 "München Westkreuz" (SS20) haben wir bereits städtebauliche Visionen, Konzepte und Testszenarien einer möglichen urbanen Transformation entworfen und die Potenziale eines urban gemischten Quartiers aufgezeigt. Um einen urbanen Nährboden für die Zukunft zu entwickeln, arbeiteten wir einerseits an den Grundstrukturen eines neuen urbanen Stadtraumes und identifizierten andererseits ausgewählte urbane Bausteine, die sich als Katalysatoren eines zukünftigen Transformationsprozesses erweisen könnten.
Im städtebaulichen Entwurf "Junge Räume" werden Sie nun einen urbanen Baustein, eine städtische Wohnüberbauung mit gemischten Nutzungen unmittelbar am Bahnhof Westkreuz entwerfen. Es geht dabei ganz gezielt um Lebensräume für die junge Bevölkerung 2050, die von eben dieser dann auch angeeignet werden können.
Der Perimeter liegt unmittelbar an dem mit öffentlichem Verkehr am besten erschlossensten Ort des Münchener Westens. Wir sind der Meinung, daß eine neue, programmatisch gemischte Wohnüberbauung an diesem Ort ein klares Statement für einen zukunftsgerichteten, innerstädtischen Lebensraum sein muss. Sie darf gerne einen prototypischen Charakter aufweisen, in jedem Fall soll sie eine Vorreiterrolle im Wohnungsbau für die junge Bevölkerung 2050 in München einnehmen.
Ihre Wohnidee muss maximal gemeinschaftlich, maximal ökonomisch erschwinglich und super-urban sein. Was dies konkret architektonisch und städtebaulich bedeutet, werden Sie im Entwurf "Junge Räume" erarbeiten. Ebenso werden wir auf diese These inhaltliche, formale und prozessorientierte Antworten finden.
Im Zentrum Ihrer Arbeit wird ein Themenkanon stehen, der u.a. Fragen zu konkreten und ortsspezifischen räumlichen Qualitäten und sinnvollen Typologien, der baulichen und programmatischen Dichte, zu potentiellen Akteuren, zur Art des Zusammenwohnens, zu Art und Möglichkeit des Aneignens und Teilens von Räumen, zum Wohnstandard, zu den Stadträumen mit Bezug zum urbanen Umfeld und zum Entwicklungsprozess umfasst. Räumlich-ästhetische Aspekte, sozialräumliche Vielfalt und Verankerung, zeitliche Entwicklungsprozesse und die strategische Umsetzung einer städtebaulichen Idee werden gleichsam thematisiert. Ausgewählte Ergebnisse und Erkenntnisse des Entwurf 4 "München Westkreuz" (SS20) dienen als Grundlage und Ausgangslage für Ihren Entwurf.
Sie werden vom ersten Moment an entwerfen - mit unterschiedlichen Methoden und in verschiedenen Maßstäben - gleichzeitig. Um Ihre Vorstellungen zur Rolle in der Stadt und zu architektonischen Qualitäten zu präzisieren, werden Sie an einzelnen Bausteinen (z.B. Atmosphären, Wohnidee, Erdgeschossnutzungen, Sozialräume, Fassade, privat/öffentlich) in Form von Einzelübungen (z.B. mit Collagen, Schnitten, Modellen, etc.) arbeiten und diese im Laufe des Semesters zu einem überzeugenden Ganzen zusammenfügen.
Der Entwurf "Junge Räume" steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem im Oktober startenden Dialogforum „Stadt der Zukunft“, das die Themen Gesundheit, Teilhabe, Stadt und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Das Partnerprojekt der beiden Professoren Christian Janßen (FK11) und Nicolas Kretschmann und M:UniverCity, dem Co-Creation Netzwerk für München, wird durch die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung gefördert.
Sie werden im Entwurf "Junge Räume" insbesondere vor den Erkenntnissen zur „Sozialen Ungleichheit und Gesundheit“ von Anfang an Wert auf gesundheitsförderliche Stadt-, Gebäude- und Freiraumstrukturen Wert legen, die allen Bürgerinnen und Bürgern am Münchner Westkreuz im Hinblick auf ihre Gesundheit zu Gute kommt. Das Dialogforum „Stadt der Zukunft“ fördert eine neue themen- und institutionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik/Verwaltung.
Die Aufgabe besitzt daher einen sehr aktuellen, hohen Realitätsbezug. Ein Seminar mit analytischem Fokus wird parallel mit Studierenden an der FK11 durchgeführt. Es ist geplant im Rahmen des Dialogforums „Stadt der Zukunft“ verschiedene Formate für den Austausch von Erkenntnissen durchzuführen.


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