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WS 2020/21 I MASTER I MA 22 Theorie 2

MA 22 Theorie 2 "Wer macht Stadt? Zur Produktion und Aneignung eines umkämpften Guts "

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An der Produktion und Aneignung des städtischen Raums sind zahlreiche Individuen, Gruppen, Institutionen, Netzwerke und Disziplinen beteiligt – sie alle machen mit ihren Vorstellungen, Diskursen und Praktiken Stadt. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt unseres Lektüreseminars. Zum einen wollen wir mit unserem Semesterthema dazu anregen, Stadt nicht als harmonisch geplantes oder planbares Gebilde zu lesen, sondern als umkämpftes gesellschaftliches Gut, auf das verschiedenartige Kräfte Einfluss nehmen und unterschiedliche Akteursgruppen Anspruch erheben. Stadt ist die räumlich verdichtete Gleichzeitigkeit von widersprüchlichen Ereignissen, Aktionen und Handlungen, und Konflikte sind ein wesentlicher Bestandteil städtischer Lebenszusammenhänge. Unsere Auseinandersetzung mit der Frage ‚Wer macht Stadt?’ verfolgt jedoch noch ein weiteres Ziel: Wir möchten zeigen, dass Architekt*innen und Planer*innen nicht die alleinige Expertise für die Artikulation und Hervorbringung städtischen Raums besitzen. Vieles von dem, was wir planen, erweist sich später als hinfällig, weil die komplexe soziale Wirklichkeit unseren Plänen nicht folgt. Vieles von dem, was die Wirklichkeit städtischen Lebens ausmacht, entgeht uns. Wir können also immer etwas dazulernen.


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