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Das Institut Art and Design Research beschäftigt sich mit Gestaltung im weitesten Sinne. Vom klassischen Design und Fragen der Komposition, über Materialität, Konstruktion und Darstellung, bis hin zur Identifikation, Dokumentation und Benennung dinglicher, von urbanen bis hin zu häuslichen, ebenso wie immaterieller, etwa künstlerischer oder sozialer Zusammenhänge und Strukturen. Ausgehend davon, dass sich das Wesen von Design speziell in der Lehre nicht nur in Form einer „Lösung“ konstituiert, sondern sich vielmehr bereits in der vorausgehenden Artikulation und Ausrichtung einer Fragestellung manifestiert, liegt der Arbeitsschwerpunkt nicht, wie etwa in den Schwesterinstituten, auf der Reaktion und Ausführung einer Aufgabenstellung, sondern vielmehr in der kritischen Entwicklung und Reflexion ebendieser und denen sich daraus ergebenden spezifischen Konditionen und Designansätzen. Die Wechselbeziehungen von Zweck, Ort, Form, Material und Erscheinung bilden dabei die relevanten Anhaltspunkte für die grundlegende Frage: Was hat das für eine Gestalt und warum?
Um diese Themen wirksam bearbeiten zu können, ist eine prozesshafte und experimentelle, an Hand von Referenzen und bestehenden Anhaltspunkten vorgehende, Arbeitsweise erforderlich. In diesem Zusammenhang sind genaue Beobachtung und präzise Dokumentation unerlässlich, und die Voraussetzung dafür, die experimentelle, aber auch die wissenschaftliche Lehre und Forschung voranzutreiben. Dazu gehört auch das Bekenntnis, dass nicht alle Projekte und Untersuchungen im gleichen Maße erfolgreich sein können Fehler und Misserfolg sind vielmehr ein wichtiger Bestandteil des Lernens.
Kulturelle, soziale und historische Kontexte spielen eine wichtige Rolle in diesem Prozess und ihre Einordnung ist maßgebender Bestandteil jeglicher Untersuchungen. Architektonische Forschung bildet die Grundlage für die Initiierung, den Entwurf und die Durchführung von konzeptionellen und experimentellen Projekten, sowohl im Bereich der Architektur selbst als auch in den erweiterten Berufsfeldern. Inwieweit ist das 21. Jahrhundert in der Lage, neue Verständnisse und Überlegungen zuzulassen, herkömmliche Definitionen von Ordnung, Harmonie und Komposition, im bildlichen als auch im sozialen und strukturellen, neu zu denken und zu definieren? Welche Möglichkeiten eröffnen sich, bestehende, genauso wie neuartige Phänomene von Form, Raum und Kultur zu thematisieren?


Institutssprecher: Prof. Valentin Bontjes van Beek

Professuren
Prof. Dr. Franz-Xaver Baier: Gestalten und Darstellen
Prof. Valentin Bontjes van Beek: Architektonische Gestaltung, Darstellung und Kommunikation


Vertiefungsmöglichkeit
Master Architektur / Vertiefung Gestaltung

Blog des ADR-Instituts (Art & Design Research): http://www.adr-fk01.de


Adresse


Karlstraße 6, 80333 München
Tel.: 089 1265-26 25
E-Mail: architektur@hm.edu