Vorlesungsverzeichnis Masterstudiengang

Schlüsselkompetenzen 4 – Theorie und Geschichte der Architektur

Prof. Dr. Karl R. Kegler, Prof. Karin Schmid


MA_34 Schlüsselkompetenzen 4 – Theorie und Geschichte der Architektur (2 Teilmodule)


THEORIE UND GESCHICHTE DER ARCHITEKTUR
MA_34 Teilmodul 1: Fr 10.00 – 13.00, Raum 214
MA_34 Teilmodul 2: Fr 14.00 – 17.00, Raum 413
bzw. nach Vereinbarung


ECTS: 5 (2,5 + 2,5)


MA_34 Teilmodul 1 : Prof. Dr. Karl R. Kegler
Wissenschaftliches Arbeiten


Eleganz und Ordnung – Europäische Architekturen der Zwischenkriegszeit

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Werbeanzeige der Firma ALCOA. Pencil Points, April 1936.


Im Jahr 2019 wird der einhundertjährige Gründungstag des Bauhauses gefeiert. Der überwältigende Erfolg dieser Design- und Architekturschule zeigt sich darin, dass heute die alternativen Strömungen in der Architektur der Zwischenkriegszeit kaum mehr bekannt sind. Genau diesen Strömungen geht das Seminar nach und beschäftigt sich u.a. mit Architekten und architektonischen Entwicklungen in Frankreich, Großbritannien, Italien und den kleineren Staaten Europas. Dass Bauten und Architekten der Zwischenkriegszeit heute weniger bekannt sind als das Bauhaus, hat nicht zuletzt politische Gründe. Im Zeitalter des Nationalismus und der autoritären Regime in Europa sind Architekten und Architekturen eng mit den Themen Repräsentation, Macht und Monumentalität verknüpft. Wie die Beispiele der Sowjetunion und des faschistischen Italiens zeigen, ist es allerdings keineswegs so, dass moderne Architektur grundsätzlich für eine demokratische Haltung steht.


Das Seminar erkundet Architekturströmungen zwischen Klassizismus und Expressionismus, Art Deco und Nationalromantik; ein besonderer Schwerpunkt liegt mit Giuseppe Terragni, Gio Ponti, Giovanni Muzio und Giuseppe Vaccaro auf Italien.



1. Treffen und Einführung: Freitag, 22.03.2019, 11.45 Uhr, Raum 214


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MA_34 Teilmodul 2: Prof. Karin Schmid
Exkursion


MilanoMailand

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Seit im Zuge des stürmischen Wachstums der Stadt nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Generalbebauungsplan 1926 der Umbau Mailands beschlossen wurde, entfaltete sich hier ein besonderes urbanistisch-kulturell geprägtes Klima: Es entstand bespielsweise eine der ersten städtebaulichen Vereinigungen wie der „Club degli Urbanisti“, die Bewegung des „Novecento Milanese“, oder die Zeitschrift „Casabella“, als Forum für zeitgemäße Architektur. Die in den 30er Jahren unter Mussolinis Herrschaft realisierten Gebäude des „Fascismo“ stellen einen modernen Gegenpol zur zeitgleichen nationalsozialistischen Architektur Deutschlands dar. In der Nachkriegszeit wurde das Wachstum und die damit einhergehende italienische Moderne geprägt durch durch Namen wie Ponti, Mangiarotti, Dominioni. Zuletzt entstanden im Zuge der Weltausstellung 2015 eine ganze Reihe neuer Quartiere und Gebäude. Insgesamt prägt eine Vielzahl eindrucksvoller städtebaulicher und hochbaulicher Projekte das Bild der Metrolpole.
Mit einem Fokus auf die Architektur der Zwischen- und Nachkriegszeit, aber auch einem Blick auf aktuelle Projekte wollen wir dem speziellen großstädtischen Charakter der Stadt nachgehen und ihn anhand von Projekten und in der Auseinadersetzung mit Texten erforschen.


Voraussichtliche Reisedaten/Exkursionsdauer: 28.05.-01.06.2019



Teilmodule sind nicht getrennt belegbar. Die Teilmodulleistungen gehen entsprechend ihren Leistungspunkten gewichtet in die Modulnote ein.


1. Treffen und Einführung: Freitag, 05.04.2019, 14.00 Uhr, Raum 413